Dynamische Wettersteuerung

Mit OpenSprinkler gibt es mehrere Möglichkeiten die Bewässerung dynamisch zu steuern:

A) Mit Sensoren:

  1. Mit einem Regensensor
  2. Mit einem Bodenfeuchtesensor (ab Firmware 2.1.9)
  3. In Kombination Regensensor + Bodenfeuchtesensor (ab Firmware 2.1.9)

Die Sensorensteuerung ist so gebaut, dass bei einem Sensor-Signal die Bewässerung verhindert wird.

B) Mit Wetterspezifischer Methode:

  1. “Zimmerman”-Methode: Sie geben vor, was 100% Bewässerung entspricht. Aufgrund von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Regen aus dem Wetterbericht wird die Bewässerung erhöht bzw verringert.
  2. “Automatische Regenverzögerung”-Methode: Bei Regen wird das Bewässerungsprogramm um einen einstellbaren Zeitraum verzögert. Die Bewässerungsdauer ändert sich jedoch nicht.
  3. “Evapotranspiration”-Methode: Verdunstungswerte werden berechnet und die Bewässerungdauer darauf hin eingestellt. An feuchten Tagen wird die Bewässerung verkürzt, an trockenen Tagen erhöht. Mehr Details hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Evapotranspiration
    Auch hierfür wird er Wetterbericht verwendet. Die vergangenen Tage werden dabei betrachtet und für die Zukunft eingestellt.

Bei allen Methoden müssen die Grundwerte mit “Kalibrieren” konfiguriert werden. Außerdem ist Internetzugang notwendig, um den Wetterbericht abrufen zu können. Aus dem digitalen Wetterbericht ist leider nicht ablesbar, ob es gerade regnet. Generell wird dies mit Wahrscheinlichkeiten in der Form z.B. “Heute Regen 37%” angegeben. Daher empfiehlt sich generell auch ein Regensensor zu verwenden.

Wichtig: Bevor Sie eine Wettermethode einstellen, stellen Sie ihre Zeitzone und den Standort korrekt ein! Menü “Optionen bearbeiten”, dann “System” !

1. Zimmerman Methode

Nach meiner Erfahrung sollte man den Regen priorisieren, es wird dann bei Regen weniger bzw gar nicht bewässert:

Definieren Sie, was 100% Bewässerung entspricht:

  • Höhere Temperatur, mehr Bewässerung (Vorgabe 21,1°C)
  • Mehr Regen führt zu weniger Bewässerung (Regen in mm/m², Vorgabe 0mm)
  • Höhere Luftfeuchtigkeit führt zu geringerer Bewässerung (in %, Vorgabe 30%)

2. Automatische Regenverzögerung

Eigentlich eine simple Methode: Wenn es geregnet hat, wird die Bewässerung “verschoben”. Sie stellen die “Schiebezeit” ein.

Ich empfehle 24h oder 48h. Bei Werten wie 4h oder 8h erfolgt die verschobene Bewässerung zu ungewohnten Zeiten, wer will schon die Rasen-Bewässerung am Tag haben, wenn man auf dem Rasen liegt?

3. Evapotranspiration

Entwickelt nach den neuesten Kenntnissen aus der Landwirtschaft. Hier ist die Kalibrierung besonders wichtig.

Die “Elevation” ist die Höhe ihres Gartens in m über den Meeresspiegel. Wenn Sie ihre genaue Höhe nicht kennen, gehen Sie auf folgende Webseite: https://www.mapcoordinates.net und lesen Sie den Wert von ihrer Adresse ab.

Dann drücken Sie auf “Detect baseline ETo”. Dieser berechnet anhand ihres Standorts den Verdunstungsfaktor (Baseline ETo)

Die vollständige, englische Beschreibung können Sie hier einsehen:

https://openthings.freshdesk.com/support/solutions/articles/5000823370-using-weather-adjustments

 

ACHTUNG: Es gibt ein bekanntes Problem, wenn man von Zimmerman auf Evapotranspiration wechselt:

https://opensprinkler.com/forums/topic/problems-with-weather-updates-et-method/

Dabei werden die Werte nicht akzeptiert. Die Lösung ist jedoch ganz einfach: Einfach auf “Automatische Regenverzögerung” schalten, kalibrieren klicken, bestätigen und speichern. Jetzt werden die Werte der anderen Methoden gelöscht. Nun wieder auf Evopotranspiration schalten und kalibrieren. Danach sollten die Werte akzeptiert werden.

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